Westwallanlagen

Ab 1936 wurde entlang der deutschen Westgrenze der so genannte Westwall gebaut, ein Befestigungssystem auf einer Länge von über 600 km mit über 18.000 Bunkern. Auch in Dillingen und Umgebung wurden ab diesem Zeitpunkt in verschiedenen Phasen unterschiedliche Bunkerbauten errichtet. Insgesamt befanden sich im Raum Dillingen 165 Westwallanlagen, darunter über 100 MG-Schartenstände, 21 Bauwerke mit Schartenturm, zahlreiche Beobachtungsstände und Untersände sowie 2 Artilleriestellungen mit betonierten Kanonenständen. Einige dieser Anlagen wurden nach 1945 gesprengt, andere sind noch als solche im Gelände erkennbar, viele sind übererdet oder überwuchert, einige sind in Bauwerke integriert.

Im Römerpark Pachten befindet sich der Bunker 11 vom Regelbautyp 107b, eine Doppel-MG-Kasematte. Er weist zahlreiche Einschüsse auf. Sie stammen von schweren Kämpfen, die im Winter 1944/45 über drei Wochen rund um die Stadt und ihren Bunkeranlagen tobten. Der Bunker im Römerpark ist heute nicht saniert und nicht zugänglich.

Anders der Bunker 20 in der Annastraße in Pachten. Er wurde vom „Verein zur Erforschung und Erhaltung des Westwalls“ saniert und als Westwallmuseum eingerichtet. Bei dem Bunker handelt es sich um einem „Regelbau 114b SK“ für 12 Mann Besatzung.