Auf den Spuren der Römer

Der römische Vicus Contiomagus im Bereich des heutigen Stadtteils Pachtens gehört zu den bedeutenden römischen Siedlungen im Saarland. Ein Vicus ist ein dorfähnliches Gebilde, allerdings ohne Verwaltungsaufgaben, der als lokales Zentrum auch Anlaufpunkt für die Bewohner des Umlandes war.  Entstanden war der Vicus wegen seiner günstigen Lage an einer Saarfurt, de, Zugang zum Primstal und in der Nähe der Kreuzungen der Fernstraßen Metz-Mainz, Trier-Straßburg und im Grenzgebiet der keltischen Stämme der Treverer und der Mediomatriker. Der Name Contiomagus läßt sich als Marktort an der der Flußmündung deuten.  Die Siedlung entstand wohl kurz nach der römischen Eroberung, bereits 1990 feierte Dillingen eine 2000-Jahr-Feier.
Bekannt sind Siedlungsreste von Wohnhäusern entlang zweier Straßen, ein frührömisches Gräberfeld, ein Handwerkerviertel sowie eine Tempelanlage. Als einzige Siedlung im Saarland läßt sich für Contiomagus ein Kulttheater nachweisen.
Im 3. Jahrhundert erlebte der Vicus eine Zerstörung, wurde aber wieder aufgebaut. Die Steine des Tempels und des Kulttheaters wurden jetzt für den Bau eines Kastells verwendet. Der römische Vicus Contiomagus geht Ende des 4. Jahrhunderts endgültig unter.
Römische Relikte aus dem Vicus und der gesamten Region sind in Museum Pachten zu sehen und der Nachbau eines Kastellturms im Römerpark lässt die gallorömische Vergangenheit wieder lebendig werden.