Vertikale Gärten

Sie ragen zehn Meter hoch in den Himmel und sind Mitten in der Innenstadt von Dillingen ein grüner Blickfang. Mit den vertikalen Gärten in der Stummstraße setzte die Stadt einen Akzent in Sachen Attraktivitätssteigerung. Rund 4000 Pflanzen wurden in gitterförmigen Matten an zwei Giebelwänden gepflanzt. Zugleich ist der Platz zwischen den vertikalen Gärten neu gestaltet worden und lädt jetzt die Bürger zum Verweilen und Genießen ein. Er trägt den Namen „Peter Lamar Platz“. 
Etwa 40 verschiedene Pflanzensorten sind in die Beete eingepflanzt worden. Auf der Sonnenseite wurden verschiedene Stauden wie Frauenmantel oder Goldfetthenne in die Löcher der Gittermatten eingepflanzt, auf der Schattenseite Pflanzen, wie das kleine Immergrün oder Myrte. Zur Bewässerung der Pflanzen dient eine Zisterne. Bewässerung, Filterung und Düngung werden über eine Schalterfunktion gesteuert.
Mit der Neugestaltung dieses Platzes ist die Stadt einen weiteren wichtigen Schritt in ihrer städtebaulichen Entwicklung vorangekommen. Der Stadtrat gab damals dem Platz seinen Namen. Der Namensgeber Peter Lamar war von 1946 bis 1956 ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Dillingen und sorgte während seiner Amtszeit für den Wiederaufbau der Hüttenstadt nach dem 2. Weltkrieg. Dazu gehörten unter anderem die Instandsetzung und Ausbau aller Schulgebäude, der Wiederaufbau des Rathauses und der Bau des Feuerwehrgerätehauses.