Klimaschutz-Teilkonzept

Die Stadt Dillingen/Saar verfolgt mit dem Klimaschutz-Teilkonzept das Ziel, weitere mögliche energetische Einsparpotentiale zu nutzen, um dadurch einen deutlichen und nachhaltigen Beitrag zur Verminderung des CO2- Ausstoßes zu leisten. Das größte Potential, sich aktiv in den Klimaschutz einzubringen, bieten die öffentlichen Gebäude und Häuser im Eigentum der Stadt. Das Klimaschutz-Teilkonzept, für das die Stadt im November 2014 von den städtischen Gremien Grünes Licht erhielt, soll eine detaillierte Einschätzung der Kosten, des Einspareffekts und der Amortisationszeiten von Investitionen zur Energieeinsparung aufzeigen. Das Konzept soll die Grundlage für die zukünftige Entscheidungsfindung über alle weiteren investiven Maßnahmen zur Energieeinsparung, Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien sein.

Auf dieser Seite wollen wir Sie über die einzelnen Schritte zur Umsetzung des Konzeptes informieren.


Allgemeine Informationen

Energieeffizienz und Klimaschutz gehören heute zu einer der vornehmlichen Aufgaben in der Gebäude- und Hallenverwaltung einer Kommune. „Für uns ist es ein wichtiges Thema, das wir weiter konsequent umsetzen wollen“, erklärt Bürgermeister Franz-Josef Berg. Die Stadt Dillingen lässt in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Dillingen von der ARGE SOLAR ein Klimaschutz-Teilkonzept für eigene Liegenschaften erstellen. 25 öffentliche Gebäude der Stadt stehen auf dem Prüfstand. Die Ergebnisse und eine Übersicht über notwendige Sanierungen und Investitionskosten sollen bis Ende November vorliegen, kleinere Maßnahmen sollen direkt nach Prüfung schon umgesetzt werden.  Projektleiterin Eva Kiefer von der Beratungsstelle ARGE SOLAR stellte vor wenigen Tagen gemeinsam mit Bürgermeister Franz-Josef Berg und der Bauverwaltung das Vorhaben den betroffenen Abteilungen der Stadtverwaltung vor. Nachdem im ersten Schritt die Basisdaten erfasst werden und ein Organisations- und Controlling-Konzept erstellt wird, sollen im zweiten Schritt die Gebäude begutachtet und bewertet werden. Überprüft werden unter anderem städtische Hallen, Schulen, Kindergärten, die Gebäude der Feuerwehren, der DRK Rettungswache und die Unterkunft des THW. Die Gutachten über die einzelnen Gebäude geben einen Überblick über den Zustand, zeigen zudem notwendige Handlungsbedarfe und eine Schätzung über Investitionskosten auf. Danach wird eine Prioritätenliste erarbeitet, die darstellt, welche Klimaschutzmaßnahmen technisch und wirtschaftlich am effektivsten umzusetzen sind. „Wir können bei kleineren Maßnahmen sofort nach der Begutachtung handeln und müssen nicht abwarten, bis uns alle Ergebnisse vorliegen“, erklärte Franz-Josef Berg.  Der dritte Baustein des Klimaschutz-Teilkonzeptes sieht die Feinanalyse vor. Sie enthält eine detaillierte Beschreibung des baulichen und wärmetechnischen Zustandes der Gebäude, eine Erfassung und Ausweisung von Wärmebrücken und Lüftungswärmeverlusten, eine Wirtschaftlichkeitsbewertung mit Einsparberechnung sowie einer Implementierung der Ergebnisse in das bestehende Energiemanagement. Das Klimaschutz-Teilkonzept enthält zudem eine Sanierungsempfehlung unter Berücksichtigung der Ziele der Förderrichtlinie. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Die ARGE SOLAR hat nach den Richtlinien ein Jahr Zeit, das Gesamtergebnis inklusive Planungen vorzulegen. Die Stadt wiederum muss den Nachweis erbringen, Maßnahmen, die förderungswürdig sind, umzusetzen.

Informationen aus unserem Presseartikel vom 18. Februar 2015