Musikfestspiele mit hochkarätigen Aufführungen zu Gast in Dillingen

22.04.2015 | Presse, Lokschuppen

Musikfestspiele mit hochkarätigen Aufführungen zu Gast in Dillingen

Wiederholt ist Dillingen Gastgeber der Musikfestspiele Saar, die auch in diesem Jahr zwei besondere Highlights in der Hüttenstadt präsentieren werden. Beginnend mit Gidon Kremer und der Kremerata Baltica mit einem Werk des polnischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg am Donnerstag, 30. April, um 20 Uhr im Saardom. Und kurz nach einer Welturaufführung in London präsentieren die Musikfestspiele am Pfingstmontag, 25. Mai, ab 11 Uhr im Dillinger Lokschuppen in deutscher Erstaufführung Henryk Góreckis Sinfonie Nr. 4 für großes Orchester. Für Bürgermeister Franz-Josef Berg sind die beiden Konzerte eine Auszeichnung für Dillingen als Kulturstadt: „Wir freuen uns, auch in diesem Jahr Partner der Musikfestspiele Saar zu sein, und sind stolz darauf, in Dillingen diese hochkarätige Veranstaltungen mit internationalen Virtuosen erleben zu dürfen.“ Im Saardom wird Gidon Kremer und Kremerata Baltica ein Werk eines ganz besonderen polnischen Komponisten präsentieren, der im Krieg nach Russland fliehen musste und viele Jahre in St. Petersburg unentdeckt blieb: Mieczyslaw Weinberg. Wie Professor Robert Leonardy, Intendant der Musikfestspiele, erklärt, sei es Kremer gewesen, der den polnischen Komponisten wiederendeckt habe. Die Tragik seiner jüdischen Vergangenheit ließe Mieczyslaw Weinberg in seinen Werken einfließen. Zur Aufführung kommt am Donnerstag im Saardom Weinbergs Werk „Kammersinfonie Nr. 1 op 145“. Nach der Pause, so kündigt der künstlerische Leiter Bernhard Leonardy an, wird es quasi einen „Tanz in den Mai“ geben, beschwingt und voller Elan. „Russian seasons“, komponiert von Leonid Desyatnikov für Solo-Violine, Sopran und Kammerorchester, steht auf dem Programm. In den mehr als 40 Jahren seiner bedeutenden Karriere hat Gidon Kremer seinen Ruf als Persönlichkeit singulären Formats etabliert, nicht nur als Geiger von hohem internationalen Rang, sondern als Künstler besonders ausgeprägter Individualität, der ausgetretene Pfade meidet und neue Richtungen weist. Sein Repertoire beinhaltet, neben klassischen und romantischen Meisterwerken, auch die der großen zeitgenössischen Komponisten, vor allem Werke noch lebender russischer und osteuropäischer Komponisten. „Der Abend im Saardom wird etwas, worüber man noch viel sprechen wird“, meint Robert Leonardy.Das Kammerorchester „Kremerata Baltica“ feierte 1997 beim legendären Kammermusikfest in Lockenhaus seine Premiere. Die Mitglieder – herausragende junge Künstlerpersönlichkeiten aus Osteuropa – sind heute weltweit ein gefeiertes Kammerorchester und haben bereits mehrere erfolgreiche Tourneen durch Japan, Australien, USA, Südamerika und durch Europa hinter sich. Das zweite Highlight, das an Pfingstmontag im Lokschuppen präsentiert wird, feierte am 21. April in London Welturaufführung. „Uns ist es gelungen, in Dillingen die deutsche Erstaufführung präsentieren zu können“, erklärt Robert Leonardy. Sein Sohn Bernhard verspricht: „Der ganze Lokschuppen wird nach diesem musikalischen Feuerwerk beben.“ Henryk Góreckis Sinfonie Nr. 4 wurde von seinem Sohn Michael vollendet. Außerdem steht auf dem Programm der Matinee das Violinkonzert e-Moll op. 64 von F. Mendelssohn Bartholdy. Eine Besonderheit wird dabei sein, dass der Solist Stefan Tarara auf einer Nicolo Gagliano Violine von 1760 spielen wird.

Karten sind beim Kulturamt der Stadt erhältlich, Telefon (06831) 709240, Mail: kulturamt (at) dillingen-saar (dot) de. Weitere Vorverkaufsstellen: Geschäftsstelle der Musikfestspiele Saar, Mail: tickets (at) musikfestspiele-saar (dot) de. Weitere Informationen über www.musikfestspielesaar.de.