Dillingen bringt Inklusionsbeirat auf den Weg

03.07.2018 | Presse

Dillingen bringt Inklusionsbeirat auf den Weg

Die Stadt Dillingen wird als erste saarländische Kommune einen Inklusionsbeirat berufen. Die Besetzung des Beirates soll nun über ein öffentliches Ausschreibungsverfahren erfolgen. „Mit der Berufung eines Inklusionsbeirates wollen wir ein weiteres Zeichen setzen, dass die Teilhabe von Menschen mit Behinderung im täglichen Miteinander einen hohen Stellenwert in unserer Stadt hat“, erklärt Bürgermeister Franz-Josef Berg.

Es ist ein weiterer Baustein im Rahmen des Inklusionsprojektes „Gemeinsam aktiv und inklusiv im Landkreis Saarlouis“, eine Initiative der AWO Saarland, bei dem unter anderem die Stadt Dillingen und der Landkreis Saarlouis Projektpartner sind. Im Mai 2017 nahm das „Netzwerk Inklusion“ sich der Aufgabe an, ein Konzept zu erarbeiten, das dem zukünftigen Beirat als Grundlage seines Handelns dient. Die Federführung bei der Erarbeitung dieses Konzeptes hatte der AWO-Verbund für Inklusion und Bildung (VIB) gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten der Stadt Dillingen übernommen. „Die Treffen des Netzwerkes waren offen gestaltet. Jeder, der sich für die Inklusion stark machen möchte, war eingeladen, aktiv mitzuwirken“, erklärt die Integrationsbeauftragte Melanie Meiser. In mehreren Treffen berieten die Mitglieder über die Definition „Inklusion“ im Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention. Schritt für Schritt nahm dabei das Konzept Formen an und mündete in einer Präambel, die der Stadtrat einstimmig billigte.

Diethard Geber, Direktor des VIB erklärt: „Der Beirat soll die Belange, Empfehlungen, Anregungen von Behinderung betroffenen Menschen in Dillingen bei der Stadtverwaltung, den politischen Entscheidungsträgern sowie der Öffentlichkeit thematisieren. Er soll entsprechende Vorschläge zur Weiterentwicklung unter aktiver Beteiligung von Menschen mit Behinderung unterbreiten.“  Dem Beirat sollen 13 Mitglieder angehören, darunter 7 stimmberechtigte und 5 beratende Mitglieder sowie einen Moderator aus der Stadtverwaltung. „Wichtig dabei war, dass Menschen unterschiedlicher Einschränkungen oder Behinderung berücksichtigt werden, die zugleich auch ein Stimmrecht erhalten“, sagt der Leiter des AWO-Inklusionsprojektes, Marcus Gramlich. Die Bewerber müssen aus gesellschaftlichen Verbänden, Vereinen, aber auch Einzelpersonen vorgeschlagen werden. Die Bewerbungsfrist läuft vom 9. Juli 2018 bis 24. August 2018. Vorschlagslisten liegen im Bürgerbüro des Rathauses aus und können zu den Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 14 Uhr abgeholt und eingereicht werden. Danach gibt der Stadtrat die Berufung der ausgewählten Kandidatinnen und Kandidaten bekannt.

Ansprechpartner bei Fragen und Hilfestellungen sind Melanie Meiser, Telefon (06831) 709-360 und Marcus Gramlich, Mobil ( 0151) 61347939.