Die Mütter des Grundgesetzes

09.05.2019 | Presse

Die Mütter des Grundgesetzes

Sie haben als Mitglieder des parlamentarischen Rates wesentlich zum Entstehen des Grundgesetzes und zu der verfassungsrechtlichen Gleichstellung von Männern und Frauen beigetragen: Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel. Die vier Feministinnen werden als "Mütter der Grundgesetzes" bezeichnet, da ihnen die Verankerung der Gleichstellung ins Grundgesetz zu verdanken ist. Zum 70. Jahrestag der Gleichstellung wird im Foyer des Dillinger Rathauses eine Wanderausstellung rund um die Geschichte der Frauen gezeigt. Die Eröffnung stieß auf große Resonanz.
Die Frauenbeauftragte der Stadt Dillingen, Eva Mittermüller hatte gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) "Kommunale Frauenbeauftragte im Saarland", zur Eröffnung eingeladen. Sie begrüßte neben Rita Gehlen, die den Impulsvortrag hielt, auch die Frauenbeauftragte des Landkreise, Astrid Brettnacher sowie die Vertreterinnen des Frauennetzwerkes und den ersten Beigeordneten der Stadt, Stefan Schmitt, der den Bürgermeister vertrat. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten die beiden Musiker Desiree Beaumont und Dominik Lubjuhn.
Die Ausstellung "Mütter des Grundgesetzes" wurde vom Helene-Weber-Kolleg konzipiert. Die LAG hatte sie als Wanderausstellung übernommen und neu konzipiert Sie wird im Laufe des Jahres in allen Landkreisen, im Stadtverband und in der Landeshauptstadt an unterschiedlichsten Orten und Plätzen gezeigt. "Die Ausstellung soll auf den 70. Geburtstag des Grundgesetzes hinweisen und dokumentieren, was die Mütter des Grundgesetzes für die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen in unserem Land geleistet haben", erklärte Mittermüller. Der Artikel 3 des Grundgesetzes "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" wurde vor genau 70 Jahren von dem Parlamentarischen Rat eingeführt. Rita Gehlen überschrieb ihren Impulsvortrag mit dem Titel: "Der kleine Unterschied. Was es bedeutet, wenn Frauen nur staatsbürgerlich gleichberechtigt sind." Dargestellt wurden die "Mütter des Grundgesetzes" von: Irmtraud Haxter als Nadig, Oranna Fuchs als Elisabeth Selbert, Heidi Detzler als Helene Weber und Astrid Brettnacher als Helene Wessel.