Bürgermeister Berg wiederholt Forderung zur Reaktivierung der Niedtalstrecke

04.01.2019 | Presse

Bürgermeister Berg wiederholt Forderung zur Reaktivierung der Niedtalstrecke

„Saarland setzt sich für Niedtalstrecke ein“, titelte die Saarbrücker Zeitung in ihrer Landesausgabe von Donnerstag, 3. Januar 2019. Bürgermeister Franz-Josef Berg begrüßt die darin beschriebene gemeinsame Forderung des Vizepräsidenten des saarländischen Landtages, Günter Heinrich, des Präsidenten des Départments Moselle, Patrick Weiten und des Präsidenten der Region Grand Est, Jean Rotter, an das französische Verkehrsministerium und an die französische Bahngesellschaft SNCE, die länderübergreifenden Bahnstrecke zu reaktivieren.  „Als Bürgermeister habe ich bereits Ende 2016 in einem Brief an die Landesregierung auf die Notwenigkeit hingewiesen, diese Bahnstrecke zu erhalten und bat um Unterstützung“, erklärt Franz-Josef Berg.
Damals, wie heute sieht der Dillinger Verwaltungschef die Notwendigkeit, die Strecke nicht nur für den Güterverkehr zu reaktivieren, sondern langfristig auch für den Personenverkehr mit einem möglichen Ausbau der Strecke über Frankreich nach Luxemburg. „Dillingen ist als Mittelstadt ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für viele Pendler aus der Region“, führt Berg weiter aus. Als Industriestandort mit großen Arbeitgebern, wie zum Beispiel der Dillinger Hütte und der angrenzenden Ford-Werke, liege es im ureigenen Interesse der Stadt, nicht nur den Güterverkehr über die Gleise, sondern auch den Personenverkehr zu fördern. „In den Unternehmen arbeiten viele Menschen aus Frankreich, die mit einem vernünftigen, öffentlichen Verkehrsnetz Alternativen zum Auto hätten“, erklärt Berg.
Kritik übt der Bürgermeister am zögerlichen Verhalten der Deutschen Bahn. Berg verweist auf einen Bericht aus 2016. Demnach hatte sich der Konzernbevollmächtige der Deutschen Bahn, Jürgen Konz, für eine Verbesserung der regionalen, grenzüberschreitenden Zugverbindung über Frankreich bis nach Luxemburg ausgesprochen und sogar von einem Testbetrieb innerhalb eines Jahres gesprochen. Franz-Josef Berg hatte damals die Landesregierung schriftlich darum gebeten, sich für eine entsprechende Vereinbarung mit der Bahn einzusetzen, gleichzeitig auch Dillingen in weitere Überlegungen zum Ausbau des Nachverkehrsnetzes der Großregion einzubeziehen. „Selbstverständlich verfolge ich die Verhandlungen des Wirtschaftsministeriums mit der Deutschen Bahn und hoffe, dass die Landesregierung den Bahnkonzern zum Umdenken bewegen kann“, erklärt Berg.