Inklusion in Dillingen: Gemeinsame Projekte stärken Teilhabe und Miteinander

Die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 haben im vergangenen Monat gezeigt, welche Bedeutung Teilhabe im Sport hat. Für die Stadt Dillingen steht das Thema Inklusion jedoch nicht erst seit den Spielen auf der Agenda. Seit Jahren setzt die Stadt gemeinsam mit Partnern Projekte um, die Barrieren abbauen und Teilhabe im Alltag verbessern sollen.

Eine zentrale Rolle spielt der Inklusionsbeirat der Stadt Dillingen. Er wurde 2018 als erster Inklusionsbeirat im Saarland gegründet und ist seitdem als städtisches Gremium verankert. Dem Beirat gehören elf Mitglieder an. Vertreten sind unter anderem Institutionen wie die AWO, die Feuerwehr und das Diakonische Werk. Hinzu kommen sieben Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen, eine Vertreterin der Stadtverwaltung sowie die Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung der Stadt Dillingen. Der Beirat berät die Stadtverwaltung, bringt Erfahrungen von Menschen mit Behinderung in kommunale Prozesse ein und setzt sich für Barrierefreiheit und Teilhabe ein. In den Jahren 2025 und 2026 wurden mobile Rollstuhlrampen angeschafft und an interessierte Gewerbetreibende übergeben. Finanziert wurden sie durch die Stadt Dillingen, die Kultur- und CityMarketing Dillingen/Saar GmbH und das Projekt „Inklusion vor Ort“. Die Rampen erleichtern Menschen mit Gehbehinderung sowie Eltern mit Kinderwagen den Zugang zu Geschäften. Wie im vergangenen Jahr organisiert der Inklusionsbeirat gemeinsam mit dem Amt für Soziales, Jugend und Senioren einen
Awareness-Point bei den Open-Air-Konzerten am Lokschuppen. Dort erhalten Besucherinnen und Besucher Unterstützung, wenn sie sich unwohl fühlen, belästigt werden oder Hilfe benötigen.

Ein weiteres Projekt ist „Inklusion vor Ort“, das die Stadt Dillingen in Kooperation mit der AWO Saarland umsetzt. Gefördert wird es von Aktion Mensch und dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des Saarlandes. In Dillingen trägt das auf fünf Jahre angelegte Projekt den Namen „Wir in Dillingen – gemeinsam teilhaben, miteinander leben, zusammen gestalten“. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Zugänge zu schaffen und das bereits vorhandene ehrenamtliche Engagement in Vereinen, Initiativen und Nachbarschaften zu bündeln und zu stärken. Mit Jana Weller für die AWO Saarland und Nico Mindermann für die Stadt Dillingen arbeiten zwei hauptamtliche Koordinatoren am Aufbau des Projekts.

Die Maßnahmen knüpfen an eine längere Entwicklung an. Von 2007 bis 2019 veranstaltete die Stadt gemeinsam mit der AWO das inklusive Drachenbootrennen „TAM-TAM“. Von 2016 bis 2018 waren Stadt und AWO Kooperationspartner im Projekt „Gemeinsam aktiv und inklusiv im Landkreis Saarlouis“. Daraus entstanden Impulse für das Netzwerk Inklusion und die spätere Gründung des Inklusionsbeirates. Auch Veranstaltungen wie die Inklu-Saar und „EIN-Klang“ im Lokschuppen zeigen den Stellenwert von Inklusion für die Stadt. Dillingen setzt diesen Weg fort und arbeitet gemeinsam mit Partnern daran, Teilhabe im Alltag weiter zu verbessern.

Gruppenfoto im Freien mit Bürgermeister Christian Finkler und Mitgliedern des Inklusionsbeirats Dillingen. Eine Frau im Rollstuhl sitzt im Vordergrund und hält einen kleinen Hund an der Leine, umgeben von vier stehenden Personen auf einem gepflasterten Weg vor Bäumen.

Bürgermeister mit Mitgliedern des Inklusionsbeirats der Stadt Dillingen. Von links: Winfried Reiter, Ivonne Hellenbrand, Melanie Meiser, Stefan Kreis und Bürgermeister Christian Finkler. Foto: Stadt Dillingen / Bob Boost