Ein sicherer Ort am Awareness-Point bei Open-Air-Konzerten am Lokschuppen in Dillingen

„Awareness-Point – Dein sicherer Ort“, unter diesem Titel hatte der Inklusionsbeirat der Stadt Dillingen, das Amt für Soziales, Jugend und Senioren gemeinsam mit dem Kultur- und Citymanagement Dillingen die Idee, bei den Open-Air-Konzerten am Lokschuppen eine Anlaufstelle einzurichten, um Menschen einen sicheren Raum und Unterstützung anzubieten. Awareness-Point ist ein Ort, an dem sich Menschen an ein geschultes Team wenden können, wenn sie grundsätzlich Hilfe benötigen. Er ist in vielen größeren Städten bereits Teil verschiedener kultureller Veranstaltungen.

„Ich bin sehr dankbar für die tolle Idee, die aus unserem Inklusionsbeirat heraus entstanden ist. Der Awareness-Point, als wichtiger Baustein für eine Kultur der Wertschätzung und des Respekts, soll Hilfesuchenden eine vertrauensvolle Anlaufstelle bieten“, erklärte Bürgermeister Christian Finkler nach dem Besuch des Awareness-Teams. Das Team hatte im Lokschuppen als Rückzugsort einen Stand aufgebaut. Für den Fall, dass sich jemand unwohl, belästigt oder gar bedroht fühlen sollte oder während den Konzerten Diskriminierung erleben würde, der konnte sich an das Awareness-Team wenden. Aber auch Menschen, die wegen einer Behinderung Unterstützung benötigten, um an ihren Platz zu kommen. „Der Awareness-Point ist sehr gut angenommen worden und darauf wollen wir jetzt aufbauen. Aufgrund unserer ersten Erfahrungen bei den Open-Air-Konzerten am Lokschuppen wollen wir das Konzept weiterentwickeln und können uns vorstellen, in Zukunft bei großen Veranstaltungen dieses Angebot zu etablieren“, erklärte Melanie Meiser vom Amt für Soziales, Jugend und Senioren.

Das Awareness-Konzept bezieht sich im Kern darauf, ein Umfeld zu schaffen, das frei von Diskriminierung, Gewalt und Übergriffen ist. Im Wesentlichen geht es darum, aufmerksam zu sein, aufmerksam zu machen und aktiv einzugreifen, wenn Grenzen überschritten werden oder Diskriminierung stattfindet. Entweder geht das Team auf Personen zu oder es wird von anderen um Hilfe gebeten und auf auffällige Verhaltensweisen hingewiesen. Ziel soll sein, dass sich Betroffene wieder handlungsfähig fühlen, durch Kommunikation oder eine temporäre Schutzzone. „Awareness ist nicht nur als Achtsamkeit im Umgang mit Menschen, die von Diskriminierung und Gewalt betroffen sind, zu verstehen, sondern auch als Bewusstseinsschärfung der Gesellschaft. Daher unterstütze ich das Vorhaben des Inklusionsbeirates und unserer Integrationsbeauftragten gerne, die Awareness-Points weiterzuentwickeln“, erklärte der Bürgermeister abschließend. hth / (v.l.n.r.) Bürgermeister Christian Finkler besucht das Awareness-Team mit Melanie Meiser, Ivonne Hellenbrand und Stefan Kreis vom Inklusionsbeirat der Stadt Dillingen. Foto: Stadt Dillingen