Bürgermeister Christian Finkler arbeitete am „Aktionstag Schichtwechsel“ in den AWO-Werkstätten mit

Dillingen/Saar. Der bundesweite „Aktionstag Schichtwechsel“ führte den Dillinger Bürgermeister Christian Finkler am 25. September in die AWO Werkstätten für behinderte Menschen in Dillingen. Für ein paar Stunden war er nicht als Verwaltungsspitze im Rathaus unterwegs, sondern Teil des AWO Werkstatt-Teams und packte bei der Montage von Kugelhähnen tatkräftig mit an. Dabei stellte er fest, welch präzise und teils filigrane Arbeit hier notwendig ist – Arbeit, die die volle Konzentration und viel Geschick der Werkstattbeschäftigten erfordert.
„Dieser Tag hat mir eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die Arbeit in den Werkstätten ist und mit wie viel Können, Motivation und Herzblut sie erledigt wird. Es ist beeindruckend, wie reibungslos und professionell die Abläufe funktionieren – und wie sehr hier Gemeinschaft und Miteinander im Vordergrund stehen“, betonte der Bürgermeister.
In den Dillinger Werkstätten konnte der Bürgermeister nicht nur Einblicke in die Produktionsprozesse gewinnen, sondern auch viele Gespräche mit den Beschäftigten führen. Dabei wurde deutlich: Hier geht es nicht nur um Arbeit, sondern auch um Teilhabe, Selbstbestimmung und das gute Gefühl, gemeinsam etwas zu schaffen. Um den Gedanken des Schichtwechsels in beide Richtungen zu leben, lädt Bürgermeister Finkler im Gegenzug ein Team von Werkstattbeschäftigten ins Dillinger Rathaus ein. Dort sollen sie die Verwaltungsarbeit kennenlernen, hinter die Kulissen des Rathauses blicken und eigene Erfahrungen in einem ganz anderen Arbeitsumfeld sammeln. „So entsteht ein echter Austausch, der Verständnis füreinander schafft und zeigt, dass Inklusion davon lebt, einander Einblicke und Chancen zu geben“, so Finkler.
„Ich nehme aus diesem Tag nicht nur große Wertschätzung für die Leistung der Werkstattbeschäftigten mit, sondern auch die Erkenntnis, dass Inklusion im Alltag am besten dort gelingt, wo man miteinander arbeitet und voneinander lernt. Mein herzlicher Dank gilt sowohl den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AWO als auch den Werkstattbeschäftigten, die mich so freundlich aufgenommen haben, mir alles gezeigt und mir ermöglicht haben, selbst mitzuarbeiten“, erklärt der Bürgermeister abschließend.
Mit seiner Teilnahme am „Aktionstag Schichtwechsel“ setzte der Dillinger Bürgermeister ein Zeichen für gelebte Inklusion und für das Verständnis zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.

Hintergrund:

Die bundesweite Aktion „Schichtwechsel“ bringt Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, indem sie für einen Tag die Arbeitsplätze tauschen. So entstehen direkte Begegnungen, neue Perspektiven und ein besseres Verständnis für die Lebensrealitäten des jeweils anderen. Auch im Saarland beteiligten sich zahlreiche Unternehmen und Kommunen an dieser Aktion, die von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) initiiert wurde.

Fotos: Stadt Dillingen / Julia Gorius