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Musikfestspiele Saar: Victor-Kraus-Group interpretiert „Canto Ostinato“ auf einzigartige Weise

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„Wir haben schon viele tolle Musikerlebnisse im Rahmen der Musikfestspiele gehabt und sind sehr froh, dass wir auch in diesem Jahr als Veranstaltungsort mit dabei sein dürfen und wieder einmal mit einer außergewöhnlichen und hochkarätigen Aufführung“, erklärt Bürgermeister Franz-Josef Berg, der gemeinsam mit Festspielleiter Bernhard Leonardy das Programm vorstellte. „Auf der Suche nach Unendlichkeit“ lautet der Titel des Konzertes am Freitag, 17. September 2021, ab 20 Uhr im Lokschuppen Dillingen. Die Victor Kraus Group interpretiert Simeon Ten Holts berühmtes Werk „Canto Ostinato“ auf einzigartige Weise. „Die Aufführung wird in dieser Form nie mehr wiederkehren können. Das Stück lebt von Spontanität der Akteure und des Publikums, es lebt von der Atmosphäre dieses Abends“, verspricht der Festspielleiter.
Die Musikfestspiele haben in Dillingen bereits eine gute Tradition. „Wir haben eine große Verbundenheit mit Dillingen. Hier zu Gast zu sein, ist immer etwas Besonderes“, erklärt Bernhard Leonardy. Und auch Franz-Josef Berg erinnert sich gerne zurück an Veranstaltungen im Lokschuppen, im Saardom oder auch an das große Open-Air auf dem Marktplatz in Pachten mit Justus Franz. „Ursprünge“ überschreiben die Musikfestspiele Saar ihr diesjähriges Programm, bei denen sie Fragen aufwerfen, wie sich die Kultur durch die lange Zeit des Verzichts weiterentwickeln wird oder dadurch vielleicht neue Interpretationsformen von Musik entstehen und Musiker neue Ansätze in der Ausdeutung wagen?
Die Victor-Kraus-Group beantwortet diese Fragen klar mit ihrer Interpretation von Holts Werk „Canto Ostinato“. Denn das großartige Stück wird normalerweise von Tasteninstrumenten gespielt, jedoch nie in einer Version mit Streichern und Bläsern. Mit der Victor-Kraus-Group verpflichteten die Musikfestspiele sechs der bekanntesten Musiker aus der luxemburgischen Musikszene: Kae Shiraki (Klavier), Aniela Stoffels (Querflöte), Max Mausen (Klarinette), Anik Schwall (Cello), Guy Frisch (Vibraphon) und Victor Kraus (Marimba). „Es ist ein Programmpunkt, der ganz herausfällt aus dem Mainstreamprogramm. „Ich glaube, die Menschen sind nach der langen Zeit des Verzichts neugierig geworden auf Unbekanntes. Und hier haben wir etwas ganz Besonderes zu bieten“, erklärt Leonardy. 
Wie kann man sich die Interpretation vorstellen? Ein und derselbe Rhythmus in Form von Quintolen setzt den Basispuls. 106 sich klar voneinander unterscheidende Blöcke werden ad libitum wiederholt, jeder Musiker kann im Moment frei entscheiden, welche Stimme und welche Note des notierten Rhythmus er spielt. Übergänge mittels sich nicht wiederholender Brücken erfolgen schroff, neues Material taucht plötzlich auf, ohne die aus dem Nichts hervorkommenden Fade-In’s, die so charakteristisch für die frühen minimalistischen Stücke sind. Eine Melodie entkoppelt sich plötzlich von der Textur und wandelt sich auf einmal in Thema mit Begleitung: Canto Ostinato heißt starke musikalische Effekte, heißt eine wellenförmige und hypnotische Musik. „Ein Konzert, in dem man wunderbar das Band zwischen Musiker und Zuhörer verbinden kann. Wir versuchen, damit die Seele zu berühren“, sagt der Festspielleiter abschließen.

Tickets (15,00 €) sind erhältlich im Büro der Musikfestspiele Saar, online unter www.proticket.de/mf-saar, telefonisch unter 0231 – 917 22 90 oder per Mail an info@musikfestspiele-saar.de.
Es gelten die aktuellen Regeln der Corona-Verordnung. Am Einlass ist ein Impf- oder Genesungsnachweis vorzulegen oder ein negatives Testergebnis, das nicht älter als 24 Stunden ist. Das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske oder FFP2-Maske ist Pflicht. Tickets können nicht weitergegeben werden.