Miteinander ins Gespräch kommen – Vorurteile abbauen
Miteinander ins Gespräch kommen, sich kennenzulernen, andere Kulturen und andere Religionen zu erleben – diese Gelegenheit bot sich am Samstag beim „Fest der Begegnung“ zu dem die Arbeitsgruppe Vielcourage in die Fußgängerzone nach Dillingen eingeladen hatte. Unter dem Motto „Dafür – Wir gemeinsam in Dillingen“ gab es ein buntes Mitmachprogramm, gute Unterhaltung und jede Menge Informationen zum Thema Flucht und Integration.
„Dillingen ist bunt. Doch was wir nicht kennen – ein anderes Erscheinungsbild, eine andere Kultur, eine andere Religion – erscheint uns fremd und führt vielleicht auch zu Verunsicherung und es entstehen Vorurteile“, erklärte die Integrationsbeauftragte der Stadt Dillingen, Melanie Meiser. Das Fest der Begegnung sollte daher eine Plattform bieten, aufeinander zuzugehen, sich gegenseitig in seinem „anders sein“ zu respektieren und anzuerkennen. Auch der erste Beigeordnete der Stadt Dillingen, Stefan Schmitt, sah es als eine wichtige Aufgabe in der Integration an, aufeinander zuzugehen, um andere Kulturen kennenzulernen und zu akzeptieren. „Integration ist keine Einbahnstraße“, betonte er und der wichtigste Baustein dafür sei die Kommunikation. Dillingen, als Industriestandort, sei besonders seit den 1950er und 1960er eine Stadt der Einwanderung. Angefangen von den italienischen und türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern liege der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund heute bei knapp 20 Prozent der Gesamtbevölkerungsstatistik. „Heute ist das Fest der Begegnung eine gute Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. Nehmen Sie das Angebot an“, sagte der Beigeordnete.
Und das Angebot war vielfältig. Das Rahmenprogramm auf der Bühne am Peter-Lamar-Platz gestalteten der schottische Musiker Mick Hargan, die Hip-Hop-Mädels Alessia und Madeline von der Tanzschule Move on, die Thailänderin Natascha, das Kindertheater von Sonni Sonnenschein und die Kinder-Jazzdancegruppe. One-Smile griff das Thema Flucht in Form einer Ausstellung auf, Jean-Philippe Baum setzte sein Beteiligungsangebot unter das Motto „Heimatsuche 2025“ vom Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. und die Caritas bot viele Informationen zum Thema Integration an. Der Förderverein der Philipp-Schmitt-Schule, die Schülervertretung des Albert-Schweizer-Gymnasiums, die italienische und thailändische Frauengruppe sorgten für Gaumenfreuden und kleine Kostproben gab es aus dem Fairen Laden der VHS, die am Samstag geöffnet hatte. „Auf große Resonanz stieß die Führung durch die Moschee der arabischen Gemeinde und durch den Saardom“, erklärte Melanie Meiser und zog eine positive Bilanz zum Fest der Begegnung.
Arbeitsgruppe Vielcourage
Die Arbeitsgruppe Vielcourage in Dillingen: Die Arbeitsgruppe Vielcourage besteht aus Mitgliedern des Adolf-Bender-Zentrums, der Caritas Saarhochwald e.V., dem Landkreis Saarlouis, dem Pastoralen Raum Dillingen, der Fachstelle Jugend Saarlouis des Bistums Trier, der Stadtjugendpflege Dillingen und der Integrationsbeauftragten der Stadt, Melanie Meiser. Die Arbeitsgruppe ist seit 14 Jahren aktiv und hat sich zum Ziel gesetzt, Toleranz und Demokratie in Dillingen zu fördern. In den vergangenen Jahren hat Vielcourage durch unterschiedlichste Angebote wie Fachtagungen, Workshops an Schulen und öffentliche Veranstaltungen für das Thema Integration sensibilisiert.
Fotos: Stadt Dillingen/Heike Theobald










