Ein neues Kapitel für Inklusion in Dillingen
Mit dem Tag der Begegnung hat sich das Projekt „Wir in Dillingen – gemeinsam teilhaben, miteinander leben, zusammen gestalten“ am 27. März 2026 in Dillingen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Auftaktveranstaltung machte deutlich, dass Inklusion als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden wird und in den kommenden Jahren mit einem starken Netzwerk, konkreten Angeboten und aktiver Bürgerbeteiligung weiterentwickelt werden soll.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verbänden, sozialen Einrichtungen und der Stadtgesellschaft kamen zusammen, um das neue Quartiersprojekt kennenzulernen und in den Räumlichkeiten in der Hüttenwerkstraße 15 miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Projekt ist Teil des Förderprogramms „Inklusion vor Ort – Förderprogramm für einen inklusiven Sozialraum“ und wird von Aktion Mensch sowie dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des Saarlandes mit insgesamt einer Million Euro gefördert. Das Projekt ist zunächst auf fünf Jahre angesetzt. In Dillingen kooperieren die Stadt Dillingen/Saar und die Arbeiterwohlfahrt Saarland (AWO). Mit Jana Weller für die AWO Saarland und Nico Mindermann für die Stadt Dillingen arbeiten seit dem vergangenen Herbst zwei hauptamtliche Koordinatoren am Aufbau des Projekts. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Räume zu öffnen und Menschen zusammenzubringen. Gleichzeitig soll das bereits in Dillingen vorhandene ehrenamtliche Engagement in Vereinen, Initiativen und Nachbarschaften gebündelt und gestärkt werden. Bürgermeister Christian Finkler betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Projekts für die gesamte Stadtgesellschaft: „Inklusion betrifft alle Menschen und alle Lebensbereiche. Mit ‚Wir in Dillingen‘ schaffen wir gemeinsam einen Ort, an dem Ideen wachsen, Netzwerke entstehen und Teilhabe in unserer Stadt weiter gestärkt wird, etwa durch den Abbau von Barrieren im Alltag, mehr Zugänglichkeit in Geschäften und neue Möglichkeiten, sich mit eigenen Ideen einzubringen.“ Zugleich verwies er auf erste praktische Schritte in Dillingen, etwa auf Rollstuhlrampen in Geschäften, sowie auf den Inklusionsbeirat der Stadt. Auch die Arbeiterwohlfahrt hob die Tragweite des Projekts hervor. AWO-Landesgeschäftsführer Jürgen Nieser erklärte: „Hier beginnt ein neues Kapitel. Vielfalt wird nicht nur anerkannt, sondern aktiv gefördert.“ Er unterstrich zudem, dass Dillingen bereits wichtige Entwicklungen auf den Weg gebracht habe, darunter die Gründung des ersten inklusiven AWO-Ortsvereins im Saarland. Damit werde deutlich, dass Inklusion in Dillingen nicht nur als Ziel formuliert, sondern ganz konkret gelebt und gestaltet werde. Von Seiten des Saarländischen Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit wurde das Projekt ebenfalls ausdrücklich begrüßt. Abteilungsleiterin Susanne Kasztantowicz erklärte: „Es gibt für dieses Projekt kaum einen besseren Ort als die Stadt Dillingen im Landkreis Saarlouis in Verbindung mit der AWO, die Inklusion so sehr voranbringen.“
Die Auftaktveranstaltung selbst war geprägt von einer offenen und einladenden Atmosphäre. Rund 200 Besucherinnen und Besucher nahmen teil. Redebeiträge, Musik, Kunst, Mitmachaktionen und eine Tanzaufführung sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. Hinzu kamen Essen und Getränke, die Raum für Begegnung und Austausch boten. Besonders gut angenommen wurde die Möglichkeit, eigene Ideen und Wünsche auf Stellwänden festzuhalten. So wurde bereits bei der öffentlichen Vorstellung sichtbar, dass das Projekt von der Beteiligung der Menschen in Dillingen lebt. Zu den besonderen Programmpunkten zählten die Tanzdarbietung der AWO-Förderschule am Ökosee in Dillingen zum Thema Regenwald, Musikbeiträge von Angela Biesel sowie eine künstlerische Mitmachaktion von Brigitte Morsch, bei der Besucherinnen und Besucher ihre Gesichter auf einer großen Leinwand verewigen konnten.
In den kommenden Monaten ist eine Bedarfsanalyse vorgesehen. Dabei sollen interessierte Freiwillige sowie Bürgerinnen und Bürger aus Dillingen gezielt nach ihren Wünschen, Zielen und Vorstellungen gefragt werden. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass sich das Projekt eng an den tatsächlichen Bedarfen vor Ort orientiert. Schon bei der Auftaktveranstaltung wurde deutlich: „Wir in Dillingen“ ist eine Einladung an alle Menschen in der Stadt, sich aktiv einzubringen und gemeinsam an einer inklusiven Zukunft mitzuwirken. „Wir laden alle ein, sich einzubringen und die Stadt Dillingen inklusiver zu machen!“, ermutigt die Netzwerkkoordinatorin Jana Weller. Ihr Kollege Nico Mindermann bekräftigt: „Dieser Raum gehört auch Ihnen und wir alle hier in Dillingen können uns mit unseren Ideen und Taten hier aktiv mitgestalten!“ Mehr Informationen – auch über weitere Aktionen – folgen in Kürze.


Jana Weller (AWO) und Nico Mindermann (Stadt Dillingen) stellten kurz das Projekt „Wir in Dillingen“ vor.

Bürgermeister Christian Finkler begrüßte die Gäste und Organisatoren und berichtete über die ersten Aktionen des Projekts.

Jürgen Nieser, Landesgeschäftsführer der AWO Saarland, sprach zu den Gästen und lobte das Engagement der Organisatoren der Veranstaltung.

Susanne Kasztantowicz vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit besuchte die Veranstaltung in Vertretung für Minister Dr. Magnus Jung.




Fotos: Stadt Dillingen / Julia Schmitt
