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Dillinger Pflanzprogramm 2022

„Rettet die Vorgärten“ heißt eine Kampagne des Bundesverbandes Garten- und Landschaftsbau. Hierin wird wegen der zunehmenden „Versteinerung“ der Vorgärten um  – nicht nur für Insekten – freundliche, einladende, farbenfrohe Eingangsbereiche vor unseren Häusern geworben. Auch etliche Hausgärten werden immer eintöniger und artenärmer – „pflegeleichter“.

Mit den Gemeinden Bous, Ensdorf, Lebach, Nalbach, Rehlingen-Siersburg und Saarwellingen nimmt die Stadt Dillingen/Saar wieder an einem gemeinsamen Pflanzprogramm für private Haushalte teil, bei dem

eine Vielzahl an bewährten, standortgerechten Arten/Sorten – seien es Obstbäume, Hausbäume, Heckenpflanzen, Beerensträucher und Kletterpflanzen direkt an die Haustür geliefert werden.

Obstbäume erfreuen nicht nur uns durch ihre schöne Blüte und Früchte in Bioqualität, sondern auch zahlreiche Insekten – allen voran die Bienen und Hummeln. Sie locken Vögel zur Nahrungssuche und zum Nisten in den Garten und spenden Schatten. Über 40 verschiedene Sorten stehen zur Auswahl – von althergebrachten über  besonders robuste neue Sorten bis zu für Allergiker- geeigneten Früchten.

Eine Blüten- und Beerenhecke aus heimischen Gehölzen ist ein Paradies für Vögel und Insekten. Pflanzen Sie zum Beispiel einen Mix aus Haselnuss (Eichhörnchen!), Weißdorn (Insekten), Heckenkirsche (Vögel) und Hainbuche! Letztere ist idealer Nistplatz, praktisch ganzjährig belaubt und gut in Form zu schneiden.

Beerensträucher sind für Kinder besonders attraktiv – hier können sie miternten und naschen.

Kletterpflanzen kaschieren oder betonen je nach Einsatzort, verschönern kahle Wände und erfreuen mit wunderschönen Blüten (Clematis, Blauregen, Geißblatt, Klettertrompete, Rose, Hortensie) und beeindruckendem Blattwerk (Pfeifenwinde, Wilder Wein, echter Wein, Winter-Jasmin).

Hausbäume für Vor- und Hausgärten bereichern das Wohnumfeld. Ist nur wenig Platz vorhanden, bieten sich Kugel-Ahorn, Säulenhainbuche oder Kugeltrompetenbaum an. Sie spenden, wie auch die Obstbäume, wohltuenden Schatten an heißen Sommertagen, filtern Feinstaub, produzieren Sauerstoff und wandeln klimaschädliches Kohlendioxidin Holz um.

Setzen Sie ein Zeichen! Jede Pflanze, allen voran natürlich ein Baum, ist ein Plus für unser Wohnumfeld und das der Tiere im Siedlungsbereich, verbessert das Mikroklima und ist ein wertvoller Beitrag zum Natur- und Umweltschutz.

Die bei der Aktion angebotenen Sorten haben Baumschulqualität, werden von einer saarländischen Baumschule selbst produziert und sind damit optimal an unsere lokalen Klima- und Bodenansprüche angepasst.

Bitte beachten Sie, dass die Feldgehölze meist im 5er-Bund angeboten werden. Mit einem ! gekennzeichnete Obstsorten werden aufgrund ihrer Robustheit vom Obst- und Gartenbauverein besonders empfohlen; Apfelsorten, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind auch für Apfel-Allergiker geeignet.

Umfassende Informationen zu den Obstsorten finden Sie auch im Internet unter: http://www.obstsortendatenbank.de

Die Baumschulware wird ihnen frei Haus geliefert und in Rechnung gestellt wird.

Die Pflanzen werden voraussichtlich im Zeitraum bis Ende November 2022 ausgeliefert.  

Der Mindestbestellwert beträgt 25 €.

Voraussetzung für die Teilnahme am Dillinger Pflanzprogramm ist, dass die Pflanzen im Stadtgebiet von Dillingen gepflanzt werden und aufwachsen.

Interessenten füllen bitte den beiliegenden Bestellschein aus und senden ihn bis zum 14. Oktober 2022 per Post an die Stadt Dillingen/Saar Umweltamt, Merziger Straße 51, 66763 Dillingen/Saar, per E-Mail an umweltamt@dillingen-saar.de oder per Einwurf in den Briefkasten des Rathauses am Bürgerbüro.

Sollten Sie Fragen zu dem diesjährigen Pflanzprogramm haben, wenden Sie sich bitte an das Umweltamt (Tel. 709-251) oder per E-Mail unter umweltamt@dillingen-saar.de.

Was ist beim  Pflanzen eines Obstbaumes zu beachten?

  • Günstigste Pflanzzeit für Obstgehölze ist der Zeitraum von Anfang Oktober bis Mitte April, mit Ausnahme der Frostperioden.
  • Der Standort für alle Obstbäume sollte vorwiegend in der Sonne liegen. Der Ertrag ist dann höher, die Früchte reifen gut aus und färben sich schöner, ihr Gehalt an Fruchtzucker und Vitaminen ist größer, ihr Geschmack ist besser und die Lagerfähigkeit verlängert sich.
  • Ein nach Süden und Westen offener Platz, zu dem der Wind Zugang hat und die Blätter schnell von Tau und Regen trocknen, mindert wesentlich den Befall durch Pilzkrankheiten, Mehltau, Schorf und Rost.
  • Lockerer, tiefgründiger, nahrhafter Boden ist am besten für Obstgehölze geeignet.
  • Pflanzen Sie den Baum nach Möglichkeit nicht genau an die Stelle, wo ein anderer Baum vorher gerodet wurde, sondern wählen sie den neuen Standort mindestens zwei Meter entfernt aus.
  • Abgeknickte oder sonst beschädigte Wurzeln werden abgeschnitten. Je mehr Wurzeln vorhanden sind, desto besser wächst der Baum an.
  • Bei Obstgehölzen sollte man das Pflanzloch weiter als üblich ausheben, es anschließend zwei bis drei Stunden vorher wässern und etwas mit Erde vermischten Kompost beigeben.
  • Der Stützpfahl (Windschutz für die ersten drei Jahre) wird etwa einen halben Meter tief eingeschlagen. Er soll unterhalb der Baumkrone enden.
  • Nach dem Pflanzen wird der Baum eingeschlämmt und die Erde gut beigetreten.
  • Ein Strick verbindet in Form einer lockern Acht Baumstamm und Stützpfahl. Pfahl und Rinde sollten sich nicht direkt berühren, da die Gefahr besteht, dass die Rinde sich abscheuert. Nach spätestens zwei Jahren muss der Strick gelockert werden.
  • Der Grenzabstand zum Nachbargrundstück für Kernobst-Hochstämme und Süßkirsch Halb- und Hochstämme beträgt zwei Meter. Der Grenzabstand für Kernobst- und Steinobst-Halbstämme beträgt 1,5 Meter.
  • Der Pflanzabstand zwischen einzelnen Hochstamm-Obstbäumen sollte sechs bis acht Meter betragen, zwischen Halbstamm vier bis sechs Meter.
  • Wird der Obstbaum im Hausgarten gepflanzt, ist ein Wildverbissschutz nicht nötig. Sollten Sie den Baum allerdings auf freiem Feld pflanzen, so ist eine Manschette (aus gelochtem Plastik) oder eine Drahthose ratsam.
  • Der erste „Erziehungsschnitt “, der dem Aufbau einer gleichmäßigen Krone dienen soll, wird im Frühjahr durchgeführt.

Sollten Sie weitere Fragen zu dem diesjährigen Pflanzprogramm haben, dann wenden Sie sich bitte an das Umweltamt (Tel. 709-251).

Foto: Pixabay