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Albert-Schweitzer-Gymnasium Dillingen erhält Plakette zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Dillingen hat in der vergangenen Woche die Plakette  „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhalten. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde am 13. Juni in der Aula des Gymnasiums überreichte der Dillinger Bürgermeister Franz-Josef Berg die Plakette an den Schülersprecher Johnny Dausig sowie den ehemaligen Schülersprecher Kai Vettori, die sie stellvertretend für die gesamte Schulgemeinschaft in Empfang genommen haben. Den Bürgermeister haben sich die Schülerinnen und Schüler selbst als Paten der Schule ausgesucht. „Ich freue mich, dass ich Pate der Schule sein darf. Vielen Dank an die gesamte Schulgemeinschaft für das große Engagement. Toleranz, Nächstenliebe und gegenseitiger Respekt sind wichtige Grundwerte, die wir jeden Tag beachten und leben sollten“, erklärte Berg. Der Termin der Plakettenübergabe am Albert-Schweitzer-Gymnasium Dillingen fand bewusst einen Tag nach dem „Anne Frank Tag“ statt, der jedes Jahr ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus setzt. Im Rahmen der Feierstunde stellten Schülerinnen und Schüler verschiedene Projekte vor, die sie in den vergangenen Wochen zusammen mit den Lehrern auf die Beine gestellt haben. Sie präsentierten unter anderem eine selbst gestaltete Schaufensterpuppe namens „Tolerina“, die Teil der Kunstausstellung „Gemeinsam unterschiedlich“ der Aktion „OneSmile“ ist. Tolerina trägt ein Kleid, auf welchem die Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken zum Thema Toleranz festgehalten haben. Die Schülerfirma „Foodunity“ warb für ihr selbstgeschriebenes Kochbuch mit multikulturellen Rezepten, für das sie als beste Schülerfirma des Saarlandes ausgezeichnet wurde. Auch selbstgemalte Plakate zum Thema Toleranz, Vielfältigkeit und Respekt schmückten die Stellwände in der Aula. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein bundesweites Netzwerk, dem über 3.500 Schulen angehören. Das Projekt bietet Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Gleichwohl stellt die Aufnahme in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ kein Zertifikat oder einen Preis für vergangene Projekte da, sondern ist vielmehr eine Selbstverpflichtung der Schulgemeinschaft, sich aktiv mit dem Thema Rassismus und Diskriminierung auseinanderzusetzen und mutig einzuschreiten, wenn Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung diskriminiert werden. Dazu müssen sich mindestens 70% der Mitglieder der Schulgemeinschaft bereiterklären, um überhaupt in das Netzwerk aufgenommen zu werden. Am Albert-Schweitzer-Gymnasium waren es sogar knapp 90%, die sich für den Wunsch nach einem friedlichen Miteinander ausgesprochen haben.

Schulleiter Stefan Schmitt (li.) bedankt sich bei Bürgermeister Franz-Josef Berg, der die Plakette an Schülersprecher Johnny Dausig (2. v.li.) und den ehemaligen Schülersprecher Kai Vettori (re.) überreicht. Fotos: Julia Gorius / Stadt Dillingen