Kirche St. Maximin
Die Kirche St. Maximin wurde 1891/1892 an Stelle des baufällig gewordenen Vorgängerbaus des 11./12. Jahrhunderts errichtet. Unter diesem Vorgängerbau können ein frühchristlicher Bau und Reste des gallorömischen Vicus Contiomagus vermutet werden.
Die Kirche im neogotischen Stil besteht aus einer dreischiffigen Stufenhalle mit polygonaler Apsis. An der Eingangsfassade erhebt sich ein spitzhäubiger Turm. Im Innern ist die Kirche in 5 Joche unterteilt.
Aus den Vorgängerbauten haben sich Teile der Bauplastik erhalten, so ein romanischer Türsturzstein in der Turmeingangshalle. Das Relief zeigt einen Mann, der mit Kreuz und Buch einen Drachen und einen Zentauren abwehrt. Im Allgemeinen wird das Relief als eine Darstellung des Christentums gegen das Heidentum oder als Kampf des Hl. Maximin gegen ketzerische Bewegungen im Christentum des 4. Jahrhunderts erklärt.
Bemerkenswert sind die beiden barocken Seitenaltäre (ca. 1620), mit Predellen des 18. Jahrhunderts aus der Werkstatt der Bildhauerfamilie Guldner.
Ebenfalls in der Kirche zu sehen ist ein römischer Grabstein eines Kindes, der so genannte Ursus-Stein mit christlichen Symbolen, die auf eine frühe Präsenz von Christen in Contiomagus/Pachten hinweisen.
