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Saardom

Saardom Die Kirche Hl. Sakrament, genannt Saardom, wurde 1910 bis 1913 für die wachsende Pfarrgemeinde Dillingen errichtet. Den Namen Saardom trägt sie als größte katholische Kirche im Saarland.

Der aus Trier stammende Architekt Peter Marx entwarf eine Kirche im neoromanischen Stil in graurotem Sandstein. Der Grundriss beschreibt ein lateinisches Kreuz mit einem Mittelschiff, zwei Seitenschiffen und einem Querschiff.

Über der Vierung erhebt sich ein achteckiger Turm. Die Eingangsfassade wird von zwei unterschiedlich hohen Türmen zu beiden Seiten des Hauptportals dominiert und der Fensterrose über dem Portal geprägt. Über dem Hauptportal beeindruckt ein Sandsteinrelief mit der Kreuzigungsszene.

Im Innern ist die Kirche sehr schlicht gehalten. Die fünf Joche des Hauptschiffes werden von einem Tonnengewölbe überspannt. Die Bauplastik ist sehr zurückhaltend, auf den Säulenkapitellen sind plastische Tier- und Engeldarstellungen zu erkennen. Die Kapitelle im Chor zeigen die vier Evangelisten und die sechs Sakramente. Die Verglasung der Fenster stammt aus der Nachkriegszeit.

Zum Kircheninventar gehört ein Triptychon eines niederländischen Meisters aus dem 16. Jahrhundert mit Motiven der Geburt Christi, das an besonderen Feiertagen gezeigt wird.

Aus Vorgängerbauten stammen drei Heiligenstatuen (Lucia, Odilia, Gekrönte Madonna) des 18. Jahrhunderts.

Seit 1996 ertönt im Saardom zu Messen und Konzerten die so genannte Gürzenich-Orgel aus dem bekannten Kölner Konzert- und Festsaal.

Auf dem Weinligplatz vor der Kirche steht eine Bronzestatue der Hl. Odilie des Bildhauers Lothar Messner.